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11. Dezember 2019

Geheimtipps für den Urlaub in Südtirol – Ausflugsziele abseits der ausgetretenen Pfade

So ein Urlaub in Südtirol lässt wirklich die Qual der Wahl, mit welchen Aktivitäten man sich – mal abgesehen vom umfassenden Wellnessprogramm im Lindenhof Lifestyle DolceVita Resort – den Tag füllen soll. Sportler finden hier unzählige Wanderungen, MTB-Trails und Kletterstrecken; Feinschmecker eine erlesene Auswahl an urigen und mondänen Orten zum Schlemmen und Genießen; Kulturinteressierte und Hobby-Historiker mehrere hundert Burgen, Klöster, antike Fundstätten und dazu passende Veranstaltungen. Die Messner Mountain Museen im ganzen Land (eines davon übrigens auf Schloss Juval ganz in der Nähe unseres Hotels!) locken ebenso wie der funkelnde Zauber der Meraner Weihnacht oder die von Naturns aus bequem zu erreichenden Skigebiete der Ortler Skiarena.

Doch auch abseits dieser bekannten und berühmten Orte gibt es im Urlaub in Südtirol einige interessante und ungewöhnliche Ausflugsziele zu entdecken, die einen Besuch mehr als wert sind. Fünf dieser Geheimtipps haben wir Ihnen heute zusammengestellt und laden Sie ein, diese bei einem Besuch im Lindenhof Lifestyle DolceVita Resort zu entdecken. Nicht weitersagen ????

Bergpanorama vom VIP-Platz aus genießen: Knottnkino

Sie denken sich jetzt sicher “Ins Kino kann ich doch zuhause auch gehen?” und da haben Sie Recht. In dem Kino, das wir meinen, gibt es aber keine herzzerreißenden Romanzen und knallharten Thriller, sondern das unberührte Naturpanorama Südtirols und eine Aussicht, die den Atem raubt. Im Knottnkino (Knott = Fels, Gestein) blickt man nicht auf eine Kinoleinwand, sondern lässt den Blick über das Meraner Land und die umliegenden Berggipfel samt Texelgruppe und Ötztaler Alpen bis hin zum Mendelkamm schweifen. Zu finden ist das einmalige Freilichtschauspiel auf dem Gipfel des Rotsteinkogels in der Nähe von Hafling bei Meran. Auf dem Felsen errichtete ein Künstler vor einigen Jahren 30 Klappstühle aus Kastanienholz und Stahl, auf denen sich Wanderer ausruhen und dabei die fantastische Aussicht genießen können. Ganz ohne Werbung und Eintritt bietet sich hier eine einmalige Erfahrung, die es mit dem Ausblick ins Tal von einer weit höheren Bergspitze aufnehmen kann – und dabei nur einen Bruchteil der Anstrengung erfordert. Erreicht wird das Knottnkino nämlich durch eine gemütliche halbstündige Wanderung von der Straße zwischen Vöran und Hafling aus, die auch Wanderern mit weniger Kondition und größeren Kindern keine allzu großen Schwierigkeiten bereiten dürfte.

 

Den ersten und einzigen Whisky Italiens in der Destillerie PUNI kosten

Unweit der einzigartigen mittelalterlichen Kleinstadt Glurns mit ihren original erhaltenen Stadtmauern und Lauben liegt ein weiteres Kleinod des Vinschgaus: Italiens erste Whiskybrennerei PUNI. Aus einer spontanen Idee in den 90ern und der Leidenschaft zum schottischen Whisky entstand nach jahrelanger Planung und Konzeption im Jahr 2010 diese Destillerie, in der Familie Ebensperger seitdem Italiens ersten Single Malt produziert. Der Name stammt vom Fluss Puni, der ganz in der Nähe vorbeiplätschert; wie die gälischen Namen der schottischen Traditionsbetriebe soll dieser ursprünglich rätische Name die Verbundenheit des Whiskys mit der Vinschger Natur symbolisieren. Die Lage ist zudem nicht zufällig gewahlt: Der Vinschgau war lange Zeit die unbestrittene Kornkammer Tirols, und auch der PUNI-Whisky wird aus reinem Vinschger Gletscherwasser und eigens traditionell angebautem Vinschger Korn gewonnen. Gelagert wird der Whisky in Islay-, Marsala-, Sherry- oder Bourbonfässern aus Schottland, Sizilien, Spanien oder den USA, was den jeweiligen Sorten einen ganz bestimmten Geschmack verleiht. Zur Reifung aufbewahrt werden die Fässer übrigens in aufgelassenen Weltkriegsbunkern, die den Obervinschgau durchziehen und für diese Aufgabe wie geschaffen sind.

Die Destillerie PUNI besitzt ein eigenes ganzjährig geöffnetes Besucherzentrum und bietet jederzeit gerne Führungen und Verkostungen an. Schon allein das Gebäude, in dem sich Visitor Centre und Destillerie befinden, wäre nämlich einen Besuch wert. So traditionell der Whisky hergestellt wird, so ästhetisch-modern ist sein Zuhause. Der Kubus aus rotem Ziegel, in traditioneller Bauweise aber mit sehr modernem Touch verfeinert erbaut, ist in den wenigen Jahren seiner Existenz bereits fast schon zum architektonischen Wahrzeichen der Gegend geworden. Lassen Sie sich im Urlaub in Südtirol diese unvergleichliche Erfahrung für Auge und Gaumen nicht entgehen.

 

Adrenalinschub mit Spielplatz-Flair: Die Riesenschaukel “Skyscraper” am Kronplatz 

Bezeichnet wird diese Attraktion zwar als Schaukel und mit ihren riesigen Pfeilern und dem dazwischen frei hängenden Sitz sieht sie auch so aus. Mit dem sorglosen Schaukeln eines Kindes auf dem Spielplatz hat der Skyscraper allerdings nur die Theorie gemeinsam. Denn Tapfere und Unerschrockene, die den Nervenkitzel nicht scheuen, erwartet ein Höhenflug, der sie der deutschen Übersetzung des Namens entsprechend wirklich am Himmel kratzen lässt.

Auf dem Kronplatzgipfel im Pustertal, Mittelpunkt und Namensgeber der Ferienregion Kronplatz, befindet sich auf 2275 Meter Höhe eine Riesenschaukel, die selbst Hartgesottene an ihre Grenzen bringen wird. Nach modernen Sicherheitsstandards wird man für eine kleine Gebühr von 12 Euro sicher verschnürt und per Seilwinde 15 Meter in die Höhe gezogen. Kurz den von hier schon fantastischen Ausblick genießen, Luft holen, und die Vorrichtung betätigen, mit der man sich selbst ausklinken muss sobald man dazu bereit ist. Kaum haben die Stahlseile ihre Halterung verlassen, wird man wie beim Bungee Jumping durch die Luft katapultiert und schwingt frei über dem Panorama der Dolomiten. Der Gipfel fällt nämlich direkt hinter der Schaukel ab und gibt den Blick frei auf das umliegende Tal und damit eine Aussicht, wie sie sonst nur ein Vogel genießen kann. Und dieser erhält dabei zudem keinen solchen Adrenalinkick, wie ihn die Besucher der Riesenschaukel dabei erleben. Wahrlich ein einmaliges Erlebnis in Ihren Ferien in Südtirol, das Sie noch lange in Erinnerung behalten werden.

Der Skyscraper befindet sich direkt auf dem Kronplatz bei Bruneck im Pustertal, der Weg dorthin ist sehr gut ausgeschildert und bis zu einer gewissen Höhe gut mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Der Spaß in luftigen Höhen ist von Ende Juni bis Ende September zugänglich und sogar Kinder dürfen ihn benutzen, allerdings entscheiden die Mitarbeiter fallweise vor Ort, ob Größe und Alter dazu ausreichen.

 

Skifahren im Hochsommer: Das Gletscherskigebiet Stilfser Joch

Sie lieben das Skifahren in Südtirol und möchten am liebsten das ganze Jahr über die Piste wedeln? Die Kombination aus sommerlicher Hitze und fruchtigen Cocktails im Tal und klirrend kaltem Natur-Tiefschnee unter den Brettern auf dem Berg reizt Sie? Dann haben Sie Glück: In Südtirol ist im Sommer nur ein einziges Skigebiet geöffnet, das Skigebiet Stilfser Joch. Früher war das Skigebiet am Schnalstaler Gletscher ebenfalls in den Sommermonaten geöffnet, dies wurde jedoch aufgegeben.

Das Skigebiet Stilfser Joch liegt auf einer Höhe von 2760 bis 3450 Metern und hat wie erwähnt nur im Sommer geöffnet. Zum Stilfser Joch und damit zum Skigebiet kommt man aus Südtirol, der Schweiz und Bormio nämlich nur über kurvige Passstraßen, die im Winter  aus Sicherheitsgründen gesperrt sind. Skifahren kann man am Stilfser Joch demnach immer nur dann, wenn die Passstraßen geöffnet haben. Von Südtirol aus erreicht man das Stilfser Joch aus dem Vinschgau und somit vom Lindenhof Lifestyle DolceVita Resort aus über die berühmte Stilfser Joch Passstraße – übrigens dieselbe, auf der Sie bei der Stilfser Joch-Wette versuchen können, Hotelchef Joachim Nischlers Bestzeit zu schlagen. Normalerweise ist die Passstraße von Ende Mai bis Ende Oktober geöffnet und somit das Skigebiet in diesen Monaten für Sie in Ihren Ferien in Südtirol erreichbar.

Das Skigebiet nimmt die Gletscherfläche zwischen den Bergen Trincerone, Livrio, Nagler, Cristallo und Geisterspitze ein und liegt inmitten der Ortler-Cevedale-Gruppe. König Ortler, der höchste und beeindruckendste Berg Südtirols, liegt praktisch in der Nachbarschaft und ist von der Piste aus gut zu sehen. Das Skigebiet Stilfser Joch hat nur etwa 20 Pistenkilometer, die im Hochsommer nicht vollständig schneebedeckt sind, da die Betreiber gänzlich auf Schneekanonen verzichten und man nur auf Naturschnee ins Tal saust. Wenn Sie das Skigebiet zu Beginn der Saison besuchen, stehen die Chancen aber gut, zumindest ungehindert bis zur Mittelstation der Seilbahn am Trincerone fahren zu können.

Neben der eigentlichen Skipiste befinden sich im Skigebiet noch drei Langlaufloipen und ein Snowpark. Eine Loipe liegt direkt am Stilfser Joch (auch hier ist es eher unwahrscheinlich, dass man bei sehr warmen Temperaturen noch Schnee vorfindet), die anderen beiden weiter oben und relativ schneesicher. 

Zum Skigebiet führen vom Stilfser Joch aus zwei Seilbahnen. Die erste Gondelbahn fährt bis zur Mittelstation am Trincerone, danach geht es nach einem Umstieg hinauf bis zur Bergstation am Monte Livrio (3174 Meter). Darüber befinden sich dann nur noch Schlepplifte. Direkt an der Bergstation befindet sich mit dem Rifugio Livrio (Hotel und Restaurant) auch eine Einkehrmöglichkeit mit atemberaubender 360 Grad-Aussicht auf Gipfel in bis zu vier Ländern, was die Fahrt mit der Seilbahn auch als Ausflugsziel für Nicht-Skifahrer interessant macht.

 

Bildquelle © IDM Südtirol – Clemens Zahn

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