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29. Juli 2018

Der Sonne entgegen: Mit dem Rennrad von Südtirol bis an den Gardasee

Bozen, die Landeshauptstadt Südtirols, und Torbole, eines der nördlichsten Dörfer am Gardasee, liegen etwa 110 km voneinander entfernt. Wer die Strecke mit dem Auto fährt, braucht eine Stunde und 15 Minuten, bis er am lago sitzt und bei einem Aperitif die Aussicht genießen kann. Mit dem Rennrad dauert es etwas länger – dafür ist der Weg umso schöner und die Freude umso größer, wenn man den See erreicht!

Von unserem DolceVita Erlebnis & Genuss Resort Lindenhof in Naturns aus, können Sie direkt entlang des Etschtalradwegs erst in die Kurstadt Meran und dann weiter in die Landeshauptstadt Bozen fahren. Von dort geht es dann in ca. 5 bis 6 Stunden bis nach Torbole am Gardasee. Wer die Strecke etwas „abkürzen“ möchte, transportiert sein Rad mit dem Zug oder dem Bikeshuttle und steigt in Bozen oder gar erst in Trient in den Etschtalradweg ein. Doch eigentlich wäre das schade: Denn mit dem Rennrad durch Südtirol zu radeln und die sich verändernde Landschaft zu betrachten, ist ein echtes Erlebnis!

Rennradtouren Südtirol: Gardasee, ich komme!

Die Strecke bis nach Torbole gehört sicherlich zu den schönsten Rennradtouren in Südtirol und der benachbarten Provinz Trient. Das liegt vor allem daran, dass sich auf diesen 100 Kilometern die Landschaft wunderbar wandelt – und allmählich von einer alpinen Berglandschaft in eine mediterrane Seenlandschaft übergeht.

Ab in den Süden: Überblick zur Radstrecke

Die 115 Kilometer von Bozen bis nach Torbole sind – mit einer angenommenen Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 20 km/h und einer Pause – in etwa 5 ½ bis 6 Stunden zu bewältigen. Die Strecke führt von Bozen aus auf dem Etschtalradweg – der Teil verschiedener Rennradtouren in Südtirol ist – stets in Richtung Süden, vorbei an Auer und Salurn weiter nach Trient, Rovereto und Torbole.

Mit dem Rennrad von Bozen nach Torbole: Details zur Tour

In Bozen können Radler direkt auf der Talferbrücke am Ufer der Etsch oder über die Eisackuferstraße in den Etschradweg einsteigen. Einfach an der Rombrücke in Bozen in den Eisack-Radweg einfahren und der Route folgen, bis diese in den Etschradweg mündet.

Auf dem gut ausgeschilderten Etschtalradweg nun weiter in Richtung Süden bis nach Leifers, Neumarkt und Salurn. Salurn bildet die südliche Landesgrenze Südtirols, bereits hier beginnt sich die Landschaft zu wandeln, von alpin zu mediterran: Die mächtigen Berge werden zu Hügel, die Vegetation verändert sich. Neben der schönen, gut ausgebauten Radstrecke blühen Hibiskus und Oleander und machen die Tour zum Vergnügen.
Die nächste größere Station ist das charmante Städtchen Trient, das durchaus einen Abstecher wert ist. Sehenswert ist sowohl das Stadtzentrum, als auch das Schloss Buonconsiglio, das einen tollen Panoramablick auf die Stadt bietet.

Wer mag, nutzt bei Trient die Landstraße, um den Weg etwas abzukürzen. Anschließend geht es, stets der Etsch entlang, ins kleine, aber feine Rovereto – mitten durch das Dorf. Die ideale Gelegenheit, um sich bei einem Cappuccino und einem Brioche zu stärken! Hier endet der Etschtalradweg.

Nun quert der Weg die Etsch und zweigt nach Westen in Richtung Mori und Riva del Garda ab. Fast geschafft! Von Mori aus weiter gen Westen bis zum Passo San Giovanni (der allerdings nur 287 m hoch ist) ins Dorf Nago kurz vor dem Gardasee. Von Nago aus kann man die alte Straße nach Torbole abfahren. Geschafft! Jetzt haben Sie sich Ihren Aperitif mit Seeblick wirklich verdient!

Mit dem Rennrad von Südtirol zum Gardasee: Tipps & Wissenswertes

  • Wer kann, unternimmt Rennradtouren in Südtirol möglichst nicht am Wochenende. Zwischen Anfang Juni und Anfang September herrscht an den Wochenenden viel Verkehr, ideal für die Tour sind somit alle Wochentage von Montag bis Freitag.
  • Die perfekte Tageszeit, um mit dem Rennrad von Südtirol an den Gardasee zu fahren, ist der frühe Morgen. Wer erst mittags startet, könnte mit Gegenwind fahren müssen.
  • Einkehren: In allen Dörfern finden sich Restaurants mit italienischer Küche. Entlang der Radstrecke gibt es auch kleine Imbissstuben, die den Vorteil bieten, dass Radler nicht von der Radstrecke runter müssen. Etwa der Asgard BiciGrill bei Nomi kurz vor Rovereto. Auch in Torbole selbst gibt es natürlich gute Restaurants, etwa das Lokal „La Scarpetta“, das etwas abseits vom Seeufer und vom Trubel am Rande von Torbole liegt. Besonders lecker sind die Antipasti und die ausgezeichneten Fischgerichte bzw. Vorspeisen mit Fisch, etwa die „Linguine all’astice“, die Pasta mit Hummer.
  • Rückweg: Wer am selben Tag wieder zurück möchte, fährt am besten zum Bahnhof in Rovereto (20 km von Riva del Garda entfernt) und steigt dort in den Zug ein. Allerdings transportieren nicht alle Züge der italienische Bahn, Trenitalia genannt, Fahrräder, sondern nur jene, die mit den dafür vorgesehenen Abstellräumen ausgestattet sind. Zudem ist die Zahl der Fahrräder, die mitgenommen werden dürfen, begrenzt. Es ist also sinnvoll, sich bereits vor den Rennradtouren in Südtirol bei der italienischen Bahn zu erkundigen (www.trenitalia.it). Außerdem sollte stets genügend Zeit eingeplant werden, da die italienischen Züge sehr oft in Verspätung sind, z. T. auch aufgrund der vielen Streiks. Auch für die Fahrräder muss ein Ticket bezahlt werden.

Rennradurlaub in Südtirol

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